Suderburg

Über 5.000 Euro für Trinkwasseraufbereitungsanlage gesammelt

Durch das schwere Erdebeben im April und Mai 2015 und die weiteren Nachbeben starben in Nepal rund 8.000 Menschen. Tausende sind bis heute obdachlos wie beispielsweise in der Region Sindhulpalchok, wo 96 Prozent der Häuser komplett zerstört wurden. Die Berichte in den Medien und persönliche Berichte von nepalesischen Absolventinnen und Absolventen der Ostfalia haben die Hochschulangehörigen und Bevölkerung in Suderburg schockiert.

Auf Initiative von Absolventinnen und Absolventen wurde deshalb unmittelbar nach dem Erdbeben die Aktion "Suderburg hilft Nepal" gestartet. Die beiden Fakultäten Bau-Wasser-Boden, Handel und Soziale Arbeit, sowie die Bevölkerung in Suderburg beteiligten sich in vielfältiger Weise an der Aktion. So wurde auf der Jahrestagung der Karl-Hillmer-Gesellschaft, dem Wasserbautag der Erica-Ingenieure und dem Rieselwiesenfest zu Spenden aufgerufen. Auch die Suderburger Wirtschaft hat sich mit Sach- und Geldspenden beteiligt. Beim Rieselwiesenfest, das gemeinsam von der Dorfgemeinschaft Suderburg und der Burschenschaft Erica durchgeführt wurde, haben Studierende und Hochschulbeschäftigte selbst gebackenen Kuchen verkauft und den Gesamterlös für die Aktion "Suderburg hilft Nepal" gespendet. "Insgesamt konnten so 5.088,33 Euro gesammelt und damit das Ziel erreicht werden, eine komplette Trinkwasseraufbereitungsanlage für Nepal zu finanzieren", freut sich Prof. Dr. Klaus Röttcher, Koordinator der Aktion.

Die inzwischen angeschaffte Trinkwasseraufbereitungsanlage wird mit Solarenergie betrieben und kann pro Stunde 180 Liter sauberes Trinkwasser liefern. Ostfalia-Absolvent Guneshwar Mahato hat die Anlage in der Schweiz abgeholt und Anfang November in sein Heimatland Nepal gebracht. In Kürze soll sie voraussichtlich in Sindhulpalchok in Betrieb genommen werden.


Guneshwar Mahato (links) verteilt mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage Wasser an die
Bevölkerung in Nepal. Mit der Spende aus Suderburg kann nun eine weitere Anlage in Betrieb
genommen werden. Foto: Ostfalia

Text: Me


Friederike Hänsel | Fri Dec 18 13:56:20 CET 2015