Suderburg

Gewässer- und Bodenschutz

Vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen wie Klimawandel, demografischer Wandel, Verbreitung von Schadstoffen anthropogener Herkunft, wurde ein neuer Forschungsschwerpunkt am Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften etabliert. Dieser beinhaltet insbesondere das Erforschen der Wechselwirkungen zwischen Wasser und Boden sowie der auf den Flächen wachsenden Vegetation. Gefördert wird der Forschungsschwerpunkt „Gewässer und Bodenschutz“ einschließlich der Forschungsinfrastruktur (Gebäude, Labore, Geräte und sonstige Ausstattung) bis Mitte 2015 vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Höhe von 951.000 Euro, weitere 300.000 Euro investiert die Ostfalia an Eigenmitteln in die Forschungsinfrastruktur.

„Impuls“

Vor wenigen Tagen wurde im Rahmen der Veranstaltung „Impuls“ der neue Forschungsschwerpunkt an der Fakultät Bau-Wasser-Boden der Ostfalia am Campus Suderburg 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vorgestellt. Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung wird die Fakultät fachübergreifend zusammenarbeiten. Durch eine Vielzahl von Forschungsprojekten, die in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern wie Landwirtschaftskammer, Fraunhofer-Gesellschaft, OOWV sowie regional und überregional tätigen Unternehmen auf nationaler und internationaler durchgeführt werden sollen, wird die Infrastruktur des neuen Forschungsschwerpunktes genutzt. „Erste Förderzusagen liegen bereits vor, weitere Forschungsanträge befinden sich in der Antragsphase“, sagt Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer der Ostfalia.

„Gebündeltes Know how“

Folgende Kompetenzen werden im Rahmen des neuen Forschungsschwerpunktes „Gewässer und Bodenschutz“ an der Fakultät Bau-Wasser-Boden gebündelt werden:

Landwirtschaftlicher Wasserbau / Bewässerung: Prof. Dr. Andreas Teichert bringt im Rahmen des Forschungsschwerpunktes seine Kompetenzen bei der Entwicklung und Bewertung von Methoden und Technologien des landwirtschaftlichen Wasserbaus und der Bewässerungstechnik ein. Diese Technologien beeinflussen die Gewässer-, Grundwasser- und Bodenressourcen entscheidend.

Gewässerschutz und Abwasserbehandlung: Prof. Dr. Artur Mennerich ist federführend bei der Entwicklung des Forschungsschwerpunktes und als Experte im Bereich Siedlungswasserwirtschaft u.a. zuständig für Fragestellungen bei der Bewertung der Einflüsse von Siedlungswasserwirtschaft und landwirtschaftlichem Wasserbau auf Boden-, Grundwasser und Gewässersysteme.


Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger und Prof. Dr. Artur Mennerich, der das
Forschungsprofil der Fakultät Bau-Wasser-Boden rund 40 Teilnehmenden vorstellte.


Text: Brode/Me
Foto: Brode


Friederike Hänsel | Mon Jan 04 16:23:41 CET 2016