Salzgitter

Klare Eigentumsverhältnisse für Ostfalia in Salzgitter geschaffen

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Gute Laune verbreitend saßen am Morgen des 13. Oktober der Niedersächsische Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, der Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, Frank Klingebiel, Ostfalia-Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger, Vizepräsident Volker Küch sowie Dekan Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack Pressevertretern gegenüber. Der Grund zur Freude: Das Land Niedersachsen kauft von der Stadt Salzgitter ein Grundstück mit Gebäuden, die bereits seit Mitte der 90er Jahre für den Standort Salzgitter-Calbecht der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften angemietet sind.

„Es handelt sich um ein klassisches Win-Win-Geschäft“, erklärte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider. Für Niedersachsen sei es wirtschaftlicher eine Immobilie zu kaufen, als sie auf Dauer anzumieten. Zugleich erfülle das Land damit eine Verabredung, die im Rahmen der Ansiedlung der Fachhochschule mit der Stadt Salzgitter getroffen wurde, wobei sich die Stadt erheblich finanziell eingebracht hatte. Diese Vorleistungen sollten ursprünglich spätestens Ende 2004 nach einer zehnjährigen Nutzungszeit durch den Ankauf der Immobilie durch das Land honoriert werden. „Die vor 25 Jahren gegebene Zusage wird jetzt eingelöst. Damit sorgen wir für klare Eigentumsverhältnisse“, so Schneider.

Das Hochschulgebäude war früher Teil einer Schachtanlage in der bis 1967 Erz abgebaut wurde. Anfang der neunziger Jahre wurde es mit großem Aufwand umgebaut und restauriert. Es entstand ein großzügiges Campusgelände mit modernster Ausstattung. 1999 wurde ein Erweiterungsbau der Hochschule unter Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt fertig gestellt. Oberbürgermeister Frank Klingebiel betonte, dass sich die Investition in den Hochschulstandort auch für die Stadt Salzgitter gelohnt habe: „Die Hochschule mit ihren 2500 Studierenden ist heute eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung.“ Der Studienbetrieb begann 1994 mit zunächst 28 Studierenden.

Klingebiel weiter: „Strukturpolitisch war die Entscheidung der Stadt den Fachhochschul-Standort Calbecht aus kommunalen Mitteln vor- und mitzufinanzieren, richtig. Die Miete war zu keinem Zeitpunkt kostendeckend. Nach all den Jahren wachsen die Kosten für den Gebäudeunterhalt, den die Stadt als Eigentümerin zu bezahlen hat. Die Übernahme durch das Land ist deshalb auch wirtschaftlich für die Stadt von Vorteil, hätte aber schon 2004 erfolgen müssen. Ich bin deshalb Finanzminister Schneider dankbar, dass er die vertragliche Verpflichtung des Landes nunmehr einlöst.“

Für die Ostfalia Hochschule als Nutzerin der Gebäude birgt die Einigung ebenfalls Vorteile. „Die Zusammenführung der angemieteten Liegenschaften mit den auf dem Hochschulcampus vorhandenen landeseigenen Liegenschaften der Ostfalia ist sinnvoll und gibt dem Hochschulstandort zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Präsidentin Rosemarie Karger. Mit dem Ankauf werden zusätzlich kleine Flächen übertragen, um das Grundstück zu arrondieren. So besteht die Möglichkeit, Raum für dringend benötigte Parkplätze zu schaffen, wofür eine nicht benötigte Gewerbehalle abgerissen werden müsse. Für den Bauunterhalt hat die Hochschule bereits ab diesem Jahr eine jährliche Aufstockung ihres Etats um 460.000 Euro aus dem Landeshaushalt erhalten.

Anfang 2018 soll das Eigentum an dem Grundstück und den drei Gebäuden auf das Land übertragen werden. Der Kaufpreis von ca. acht Millionen Euro wurde auf der Grundlage eines Gutachtens des Gutachterausschusses für Grundstückswerte Braunschweig-Wolfsburg bestimmt. Insgesamt werden gut 47.000 qm angekauft.

„Unser Dank gilt dem Land Niedersachsen und der Stadt Salzgitter, aber auch ausdrücklich der Wohnbau Salzgitter, die in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich zum Campus Salzgitter beigetragen und die Verwaltung der Gebäude übernommen hat“, betonte Vizepräsident Volker Küch. Der Kaufvertrag wurde von Stadt und Land am Morgen des 13. Oktober 2017 notariell unterzeichnet.

Zum Foto:
Trafen sich zum Pressegespräch auf dem Campus Salzgitter der Ostfalia Hochschule (von links): Dekan Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack, Vizepräsident Volker Küch, Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, und Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger.

Text: Me
Foto: Springer


Vera Huber | Fri Nov 10 17:16:52 CET 2017