Wolfenbüttel

8. Energietag der Region

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Innovative und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte insbesondere im ländlichen Raum standen im Fokus des 8. EnergieTags, der am 01. September 2017 in Wolfenbüttel stattfand. Rund 200 Experten und Interessierte diskutierten auf Einladung der Regionalen EnergieAgentur e. V. (REA) in der Lindenhalle über Strategien und Lösungsmöglichkeiten für die Region. Hauptreferent Dr. Ulrich Eichhorn, Leiter des Konzernbereichs Forschung und Entwicklung der Volkswagen AG, stellte in seinem Vortrag Nachhaltigkeit sowie zukunftsweisende Technologien und Verkehrsstrukturen in den Mittelpunkt. Bei der Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft lag der Schwerpunkt auf aktuellen regionalen Entwicklungen und Forschungsansätzen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit den Energiepark der Ostfalia Hochschule sowie die Niedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffizienz e. V. (NiFaR) zu besichtigen.

„Das Thema der Mobilität hat im ländlichen Raum einen hohen Stellenwert. E-Mobilität und Digitalisierung sind die Grundlage eines Smart Country. Im Vergleich zur oft zitierten Smart City ist das Umsetzungspotential für eine Elektromobilität im ländlichen Raum um ein Vielfaches höher als in der Stadt“, erklärte Thomas Krause, Vorsitzender der REA.

Für Landrätin Christiana Steinbrügge, Landkreis Wolfenbüttel, entscheidet die zukünftige Mobilität darüber, wie sich insbesondere eine ländliche Region wirtschaftlich und gesellschaftlich zukunftsorientiert aufstellt: „Wir müssen neue Antworten auf die Mobilitätsbedarfe unserer Bürgerinnen und Bürger geben. Schon heute denken wir – gemeinsam mit den Mitgliedsgemeinden und Partnern aus Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft – Mobilität als intermodal vernetztes System, das sowohl technische als auch soziale Innovation beinhaltet. In unserem gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule verabschiedeten Eckpunktepapier zur Elektromobilität formulieren wir Ziele für die Region auf dieser Basis.“

Mit der Besichtigung des regenerativen Energieparks der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Niedersächsischen Lernfabrik für Ressourceneffizienz e. V. konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über aktuelle Forschungsergebnisse und Anwendungsszenarien in punkto Mobilität und Nutzung Erneuerbarer Energien informieren. Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, Vizepräsident der Ostfalia Hochschule, erläuterte die verschiedenen Faktoren, die für das Gelingen eines neuen Mobilitätskonzepts entscheidend sind. „Am Centrum für Elektromobilität sowie in unseren Forschungsfeldern Digitalisierung und Industrie 4.0 und Intelligente Systeme für Energie und Mobilität arbeiten Professorinnen und Professoren an Lösungsansätzen für die technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen von intelligenten Systemen für Mobilität. Entscheidend ist es, die Kompetenzen in der Region zu nutzen und praxisnah zu erproben und anzuwenden.“

Referentinnen, Referenten und Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. EnergieTags waren sich einig, dass eine sinnvolle und nachhaltige Mobilität der Zukunft nur durch die Zusammenarbeit von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik möglich ist, aber auch die Bereitschaft des Verbrauchers benötigt, sich auf neue Modelle einzulassen.

Der 8. EnergieTag der Region war gleichzeitig auch der letzte der Veranstaltungsserie. Seit 2010 fand der EnergieTag zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit statt. Veranstalter des 8. EnergieTags war die Regionale EnergieAgentur e. V. inKooperation mit der Allianz für die Region GmbH, der Wolfsburg AG, demRegionalverband Großraum Braunschweig, dem Landkreis und der StadtWolfenbüttel sowie der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Zum Bild:
Prof. Dr. Oliver Büchel von der Fakultät Versorgungstechnik erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des EnergieTags den Energiepark der Ostfalia.
Foto: Ostfalia.

Text: Regionale EnergieAgentur e.V. (REA)


Vera Huber | Fri Oct 06 11:18:58 CEST 2017