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FORSCHUNGSPREIS FÜR PROFESSOR JOCHEM HÄUSER

SALZGITTER - Wer in der Luft-und Raumfahrt tätig ist, dem ist das American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA) in Washington D.C. (USA) ein Begriff. Bei AIAA-Konferenzen präsentieren Experten aus aller Welt die neuesten Forschungsergebnisse in den weitgefächerten Bereichen der Luft- und Raumfahrttechnik. Das AIAA versteht sich mit über 30 000 Mitgliedern als Sprachrohr der internationalen Luft- und Raumfahrtpolitik.

Seit mehreren Jahrzehnten bündelt das Institut in zahlreichen Arbeitsgruppen das Know-how der Experten auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrtentwicklung. Seit 1998 ist Prof. Dr. Jochem Häuser Senior Member der AIAA. Er wurde 2004 zum Mitglied in die Arbeitsgruppe Nuclear and Future Flight Propulsion gewählt. Die Arbeitsgruppe hat das Ziel, die physikalischen Grundlagen und die entsprechenden Technologien zukünftiger Raumfahrtantriebe zu entwickeln, wie zum Beispiel Raumtransporter auf elektromagnetischer Basis oder Fusions- und Antimaterietriebwerke.

Für seine Veröffentlichung zum Thema "Guidelines for a Space Propulsion Device Based on Heim's Quantum Theory" (Richtlinien für ein Raumtransportsystem basierend auf der Heim’schen Quantentheorie) erhält Häuser vom AIAA Technical Committee for Nuclear and Future Flight Propulsion (technisches Komitee für nukleare und zukünftige Raumfahrtantriebe) den AIAA-Forschungspreis 2004. Dies wurde ihm bereits in einem offiziellen Schreiben mitgeteilt.

presse_img/AIAA_Jochem_Haeuser

Preisträger des AIAA-Forschungspreises 2004:
Prof. Dr. Jochem Häuser

Am 13. Juli wird er nach Tucson/Arizona reisen, um die Auszeichnung - eine Urkunde - im Beisein zahlreicher Kollegen aus aller Welt persönlich entgegenzunehmen. "Ich freue mich sehr über diese hohe Anerkennung unserer gemeinsam mit Kollegen am IGW der Universität Innsbruck seit etwa 4 Jahren durchgeführten Forschungsarbeiten", erklärte Häuser. Seit 1993 ist der ehemalige Leiter der Aero-und Aerotherodnamik bei der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel tätig. Am Hochschulstandort Salzgitter hat er an der Fakultät "Karl-Scharfenberg" eine Professur für Hochleistungsrechnen (Computersimulation). Darüber hinaus arbeitet der Wissenschaftler an einem neuen Forschungsprojekt, das sich mit den physikalischen Grundlagen nicht-chemischer Raumfahrtantriebe auseinandersetzt. Diese Arbeiten werden auch durch die Arbeitsgruppe Innovative Projekte (AGIP), und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Text: Evelyn Meyer/11.05.2005
Foto: Torsten Gollnik