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Große Anerkennung für 75 Jahre Ingenieurausbildung

WOLFENBÜTTEL – Mit einem Festakt am 1. April begannen die Feierlichkeiten für das Jubiläumsjahr „75 Jahre Ingenieurausbildung in Wolfenbüttel“ an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (FH).

Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach begrüßte circa 500 Gäste in der Aula der Fachhochschule, darunter auch Diplom-Ingenieur Hans Harder, Sohn des Ingenieurschulgründers Diplom-Ingenieur Bernhard Harder. Die Festrede hielt Dr. Wilfried Lochte, Aufsichtsratsvorsitzender der Salzgitter AG und Absolvent der damaligen "Staatlichen Ingenieurschule" - und heutigen Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel.

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Unter den Gästen befanden sich zahlreiche VertreterInnen aus der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Manfred Ammon, stellvertretender Bürgermeister, überbrachte Grußworte der Stadt Wolfenbüttel. Er lobte die Fachhochschule: "Sie ist aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Sie können mit Zuversicht in die Zukunft schauen, denn Sie haben sich große Anerkennung erworben. Das zeigen auch die internationalen Kontakte." Sein Wunsch für die Fachhochschule: "Positionieren Sie sich weiterhin so gut wie bisher im harten Wettbewerb der Forschung und Lehre." (mehr...)

In Vertretung von Wissenschaftsminister Lutz Stratmann nahm Christian Börger, Leiter der Abteilung Hochschulen des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, am Festakt teil. Börger sprach der Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft seine Anerkennung aus und lobte die hohe Innovationsfähigkeit an der FH, die beispielsweise in den neuen Studiengängen Sportmanagement, Mediendesign und IT-Recht zum Ausdruck käme. Darüber hinaus versicherte er der Hochschulleitung, dass auch die neue Landesregierung die bisherige Hochschulpolitik mit  "einigen kleinen Retuschen" fortsetzen werde.

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von links: Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Dr. Wilfried Lochte, Dipl.-Ing. Hans Harder, Manfred Ammon, Christian Börger

Im Anschluss hielt Dr. Wilfried Lochte den Festvortrag: "Jemand, der 1928 das Licht unserer Welt erblickt hat, betrachtet die vergangenen 75 Jahre aus der Sicht eines Zeitgenossen, der Unvergleichliches erlebt hat: Erschütterungen, an die sich manche gar nicht mehr erinnern mögen und Veränderungen, die Aufbruch in eine neue Zeit bedeuteten. Die Älteren unter uns sind 1945 – 17 Jahre nach Gründung der heutigen Fachhochschule - in einer sich verändernden Welt angekommen. Sie erhielten die Chance, neu zu beginnen und an einem Aufbauwerk mitzuwirken, das uns Frieden und  Freiheit, Wohlstand und Zukunft beschert hat. Sich dessen – bei allen Problemen der Gegenwart - bewusst zu sein, gehört auch zu unseren Pflichten, besonders anlässlich eines Jubiläums und vor allem, wenn man sich in einer Hochschule befindet, die verheißungsvolle Zukunft vermittelt! Unsere Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel gehört dazu. Sie bietet mit ihrer Geschichte eine Spiegelbild jener Zeitspanne, die seit ihrer Gründung vergangen ist. Und sie gehört zu den Einrichtungen, die viele Impulse zur technischen Entwicklung unseres Landes geliefert haben." (mehr...)

Impulse wird die FH auch weiterhin liefern, denn ihre Markenzeichen sind Studiengänge mit integrierter Berufsausbildung (10 von derzeit bundesweit 80), zahlreiche Weiterbildungsangebote (zum Teil akkreditiert und mit internationalen Abschlüssen), eine Vielzahl internationaler Kontakte (unter anderem in Europa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika) sowie gute Kontakte zur Wirtschaft und ein hohes Drittmittelaufkommen. Präsident Umbach zeigte in seinem Vortrag  "Perspektiven der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel" auf. Im Vergleich zu den Anfängen des damaligen Technikums Wolfenbüttel im Jahre 1928 mit 30 Studenten, 2 Dozenten und 2 Mitarbeitern, verzeichnete die Hochschule im Wintersemester 2002/2003 mit ihren Standorten in Wolfenbüttel, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter, über 6300 Studierende, davon 2361 in Wolfenbüttel. Heute verfügt die FH über 11 Fachbereiche mit insgesamt 56 Studienangeboten, 17 Institute und 10 Institute, die mit der Hochschule eng kooperieren. Zur Zeit sind an der FH 518 MitarbeiterInnen beschäftig, darunter 153 ProfesorInnen. Auch die Aktivitäten im Bereich der Drittmitteleinwerbung können sich sehen lassen. Bei einem vorläufig bilanzierten Haushaltsvolumen von 46,94 Millionen € im Jahr 2002 (31,05 Mio. € Haushaltsmittel und 10,73 Mio. € Sondermittel des Landes Niedersachsen), warb die Hochschule stolze 5,15 Millionen € an Zusatz- und Drittmitteln ein. "Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen wir mit der Einwerbung von Drittmitteln an Fachhochschulen im Dezember 2000 bundesweit auf Platz 7", berichtete Umbach. Im Laufe der nächsten Jahre ist in Absprache mit der Landesregierung ein weiterer Ausbau der Standorte und die Errichtung weiterer Studiengänge geplant. Präsident Umbach geht davon aus, dass aufgrund des vorhandenen Entwicklungspotentials im Jahre 2008 an der Hochschule etwa 7500 bis 8000 Studierende eingeschrieben sein werden. (mehr...)

An der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel wird in den nächsten Monaten weiter gefeiert. Am 23. Mai findet ein Ehemaligentreffen ("Alumni") der Fachbereiche Elektrotechnik und Maschinenbau statt. Auch die Vorbereitungen für die "Große FH-Party" am 5. Juli sind im vollen Gange. Mit dem "Tag der offenen Tür" am 1. November werden die Feierlichkeiten ihren Ausklang finden. (mehr...)

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Musikalisch begleitet wurde der Festakt von Jan Behrens (Piano) und Lars Stoermer (Saxophon)

Text und Fotos: Evelyn Meyer