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Kontaktlose Identifikation – RFID

Hans und Helga Eckensberger-Stiftung unterstützt FH mit 32.000 Euro

Der Begriff Radio Frequency Identification (RFID) beschreibt die Identifizierung mit der Hilfe von elektromagnetischen Wellen. Die RFID Technologien ermöglichen die automatischen Lokalisierung und/oder die Identifizierung von Gegenständen und Lebewesen. Sie erleichtert somit erheblich die Erfassung und Speicherung von Daten über ein Objekt.

Bestandteile eines RFID-System sind ein Transponder, der sich am oder im Gegen­stand befindet und diesen eindeutig kennzeichnet sowie ein Lesegerät zum Auslesen der Transponder-Kennung. Je nach der erforderlichen Distanz ist eine in Bezug auf die Größe sehr unterschiedliche Antenne im Lesegerät erforderlich.

Diese RFID-Systeme sind die Basis für viele Anwendungsgebiete. Ausweis- oder Mensakarten, Preisetiketten oder Diebstahlsicherungen, kontaktlose Plastikkarten und Etiketten sind universell und vielseitig einsetzbar und daher aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Viele dieser teilweise sehr innovativen neuen Anwendungen erleichtern das Leben. So profitieren davon zum Beispiel Kantinenbesucherinnen und -besucher, denn der Betrag wird direkt von einer mit Geld aufgeladenen Karte abgezogen oder es erfolgt eine automatische Verbuchung. Skifahrerinnen und Skifahrer müssen dank dieser Technologie nicht jedes Mal den Skipass hervorholen, denn das Kartenlesegerät ermöglicht die kontaktlose Zugangskontrolle zum Skilift – auch wenn der Pass in der Kleidung oder im Geldbeutel ist. Auch elektronische Parkmünzen sind ein weiteres Beispiel des täglichen Lebens. Eine ebenso wichtige Rolle nimmt RFID im Bereich der Medizin ein, wo die kontaktlose Informationsübertragung sehr sinnvoll eingesetzt werden kann.

„Wir freuen uns sehr, dass die Braunschweiger Hans und Helga Eckensberger Stiftung dem Fachbereich Informatik der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel zur Unterstützung der Forschung und Lehre im Bereich dieser RFID-Technologien rund 32.000 Euro für Entwurfssysteme bereitgestellt hat“, sagt Dekan Prof. Dr. Jürgen Kreyßig. Die finanzielle Unterstützung wird insbesondere die Entwicklung und Verwendung von Platz sparenden Webbasierten Lesesystemen voranbringen. Kompakt integrierte, parametrierbare Prozessorsysteme gestatten dabei die individuelle Anpassung an die jeweilige Aufgabe des neuen Systems, und unterschiedliche Empfangsantennen ermöglichen den Einsatz dieser Art der Informationsübertragung bei unterschiedlichen Entfernungen zwischen RFID und Lesesystem.

Text: JK//02.02.2009

 

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Trafen sich zu einem Informationsgespräch im Fachbereich Informatik (von links): Heinrich Blankenagel (Stiftung), Dekan Prof. Dr. Jürgen Kreyßig, und Manfred Schnell (Stiftung).